Freitagabend. Und dann so?

Gott nimmt sich den Sonntag frei, höre ich und die Musik geht doch an mir vorbei. Unfassbar, immer wieder unfassbar. Das geht mir durch den Kopf. Weshalb mache ich dass dann hier überhaupt. Macht das überhaupt irgendeinen Sinn? Wenn es nicht um die Leute ginge, hätte ich schon längst aufgehört, denke ich mir, und mache weiter.

Weshalb ist das denn so? Weshalb bekomme ich erklärt, dass eine Entscheidung noch drei Wochen dauert, aber es geht gar nicht mehr um dieses Jahr, sondern erst frühestens um nächstes Jahr. Wieder eine Auskunft, die sich als erbärmlich herausstellt. Erbärmlich, weil die Wahrheit nur um die Ecke erkennbar ist, wenn es sich überhaupt um Wahrheit handelt.

Die Menschen sehen mich an und meinen, dass es toll wäre, was wir und ich hier machen. Es wäre sehr viel Herzblut da, sagen sie. Sie meinen, dass es richtig wäre, was und wie wir es machen. Aber nein, dafür haben sie kein öffentliches Geld.

Öffentliches Geld, worüber nur eine kleine handvoll Menschen entscheidet. Geld, was vielen weiterhelfen würden. Und nein, gar nicht so viel Geld. Aber viel Geld für uns, Geld was jetzt fehlt, mehr noch als vor einer Woche. Damals gab es noch die Möglichkeit, jetzt gibt es wieder viele Monate nichts.

Ich möchte diese Herrschaften anschreien: Kapiert es endlich, es geht nicht um irgendwas, es geht um uns, um die Frage, wie wir leben wollen und ob wir hier dazu etwas zu sagen haben, oder ob wir mal wieder mundtot gemacht werden sollen.

Es geht um Geld für Miete, für Versicherungen, eben für banales. Aber ohne das banale ist auch das tolle Projekt tot, da die Basis nicht da ist. Kapieren sie es, die Herrschaften, die  weit weg im Kopf über was entscheiden, ohne Ahnung davon zu haben.

Ich bin immer noch fassungslos. Aber es ist Freitagabend. Ich muss es vergessen, für drei Abende, bis die Woche wieder beginnt, und ich empfangen werde vom kaltlächelnden und entspannt dasitzenden Problem, das auf mich gewartet hat, auch drei Abende lang. Sehr entspannt, dieses Problem.

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